Kann es sein, dass Du bald wieder eine Panikattacke erleben wirst?

panikattacken illustration– Zeichen, die Dir zeigen, ob Du unter Panik- oder Angststörungen leidest!

Inhalte:
Panikattacke – Definition
Zeichen – zu viele Sorgen
Zeichen – Schlafstörungen
Zeichen – Irrationale Ängste
Zeichen – Verspannungen
Zeichen – Verdauungssystem
Probleme im sozialen Umfeld
Panikattacken ohne Vorwarnung
Panikattacken – Selbsthilfe

Was sind Panikattacken?

Jeder Mensch ist hin und wieder nervös und fühlt sich ziemlich beunruhigt. Es gibt viele verschiedene Situationen, in denen leichte Panik durchaus normal ist. Wie kannst Du also fest stellen, ob Deine Angst und Deine panikartigen Gefühle normal und angebracht sind, oder ob Du unter einem ernsten Problem mit Panikattacken leidest? Wir haben eine Liste mit Panikattacken Symptomen zusammen gestellt, die es Dir einfacher machen sollte, diese Frage zu beantworten. (Der Artikel unter dem Link geht noch mehr in die Tiefe).

Zu viele Sorgen im Alltag

Eines der Hauptsymptome für die generelle Angststörung, die in manchen Fällen auch zu Panikattacken führen kann, ist, dass sich die Betroffenen selbst über die alltäglichen Dinge zu große Sorgen machen. Doch wie viele Sorgen sind zu viele Sorgen und wann sollte man sich Sorgen über diese Sorgen machen? Allgemein gesprochen spricht man von einer GAS, wenn sich ein Mensch über sechs Monate hinweg während so gut wie allen Tagen der Woche besorgt fühlte. Diese Art von Sorgen führen dazu, dass der Alltag nicht normal gelebt werden kann, und oft treten dann auch andere Symptome wie Müdigkeit auf. Der Unterschied zwischen normalen Sorgen und krankhaften Sorgen ist, dass die krankhaften Sorgen es Dir so gut wie unmöglich machen, dass Du Dein Leben normal lebst.

Probleme mit gutem, erholsamen Schlaf

Wenn Du Probleme mit einem Mangel an gutem und erholsamen Schlaf hast, weil Du nicht einschlafen kannst, dann kann dies auch ein Zeichen für Angststörungen sein. Menschen, die unter Panikattacken leiden, haben oft ein Problem damit vor dem Schlaf ruhig zu sein und ihre Gedanken zu beruhigen. Oft schwirren den Betroffenen viele negative Gedanken im Kopf herum, und sie machen sich ständig Sorgen. Da schläft man natürlich nicht besonders gut ein. Wenn die Betroffenen dann endlich einschlafen, dann haben sie oft Probleme damit durch die Nacht durch zu schlafen und fühlen sich am nächsten Morgen sehr müde und ausgelaugt.

Es wird angenommen, dass mindestens 50% aller Menschen, die unter Panikattacken leiden, auch unter Schlafstörungen leiden.

Irrationale Ängste

Für manche Menschen sind die Auslöser von Panikattacken Ängste, die von anderen Menschen (und auch von der Logik) als irrational bezeichnet werden. Falls Du weißt, dass es bestimmte Dinge gibt, vor denen Du extreme Angst hast – vielleicht sogar Phobien -, dann kann es auch dazu kommen, dass genau diese Dinge irgendwann Auslöser für eine Panikattacke werden. Leider weiß man oft nicht im Voraus, welche Ängste man hat. Manche Menschen entwickeln diese Phobien aus heiterem Himmel. Sobald man diese jedoch an sich fest stellt (z.B. eine unbegründete Angst vor Hühnern), dann sollte man Rat suchen, bevor sich diese Angst später in Panikattacken verwandelt.

Andauernd verspannte Muskeln

Eine Angststörung wird oft von verspannten Muskeln begleitet. Du spannst Deinen Kiefer dauernd an, hast Deine Hände in Fäuste geballt oder Deine Muskeln zucken unwillkürlich. Dieses Symptom kann für manche Betroffene sogar so normal werden, dass sie die Anspannung nach einer Weile ganz normal finden. Dein Körper weiß oft früher als Du selbst, dass Du ein Problem hast, und spannt sich deswegen an.

Diese Anspannungen kannst Du durch Sport und Massagen in den Griff bekommen – allerdings lösen sich dadurch die dahinter steckenden Probleme nicht.

Probleme mit Deinem Verdauungssystem

Menschen, die so gestresst sind und eventuell kurz vor einer Panikattacke stehen, haben oft Probleme mit ihrer Verdauung, denn wie bereits erwähnt: Dein Körper kennt Dich gut, und weiß, was in Dir vorgeht – oft besser, als Du es Dir selbst eingestehen möchtest. Verdauungsprobleme treten natürlich auch für Menschen auf, die keine Panikattacken erleben, aber für viele Menschen mit Panikattacken sind Probleme mit dem eigenen Verdauungssystem ziemlich normal.

Alltägliche soziale Situationen und Panik

Für Menschen mit Angststörungen sind es meistens nicht nur große Dinge wie eine Rede oder ein Auftritt auf der Bühne, die Anlass zur Sorge sind. Diese werden sowieso unter allen Umständen vermieden. Aber geschieht es Dir, dass Du Dich in ganz normalen, alltagsweltlichen Situationen unwohl fühlst und Dich am Liebsten in ein Loch verziehen möchtest, wo Dich andere Menschen nicht sehen können? Dies kann ein Anzeichen für eine soziale Angststörung sein, vor allem dann, wenn Du sogar Ausreden erfindest, um sozialen Situationen aus dem Weg zu gehen.

Plötzliche Panikattacken ohne Vorwarnung

Wenn mehrere dieser Situationen bzw. Auslöser zusammen auftreten, dann kann es für die Betroffenen zu einer Panikattacke oder einem Anfall von extremer Angst kommen – und für andere Menschen ist dies oft irrational und unbegründet. Manchmal gibt es leider auch keine Warnung vor einer Panikattacke – manche Menschen lernen erst dann, wenn die Panikattacke auftritt, dass sie vor bestimmten Situationen extreme Angst haben. Wie kann z.B. ein Stadtmensch wissen, dass er Hühner schlimmer findet als einen Zombie, wenn er noch nie zuvor ein lebendes Huhn gesehen hat? Er macht dann irgendwann Urlaub auf einer Farm und hat auf einmal eine Panikattacke (ja, es GIBT Menschen, die Hühner fürchten).

In diesen Situationen ist es wichtig, dass man Methoden kennt, mit denen man sich selbst wieder beruhigen kann, z.B. Atemübungen.

Falls Du denkst, dass Deine Ängste nicht begründet sind, und Du Dir zu viele Sorgen machst, dann ist es eine sehr gute Idee mit einem Spezialisten zu sprechen BEVOR es zu einer Panikattacke kommt, denn je früher man sich mit seinen Angststörungen auseinander setzt, umso besser kann man diese auch beseitigen bevor sie zu einem riesigen Problem werden.

Panikattacken und Selbsthilfe

Was kann man als Betroffener unternehmen? Natürlich ist es wichtig, den Arzt zu konsultieren. Sprechen Sie einfach mit Ihrem Hausarzt über Ihr Problem und er wird Sie weiter leiten.

Was Sie selbst tun können ist sich zu informieren. Es gibt Tausende von Menschen, die gelernt haben, ihre Panik zu kontrollieren und ihre Ängste so stark zu mindern, dass es es kein Problem mehr für ihren Alltag ist. Einer der bekanntesten Ratgeber auf diesem Gebiet ist “Weg mit der Panik” von Barry McDonagh – einem ehemaligen Leidenden. Klicken Sie auf den Link, um den Erfahrungsbericht zu lesen.

Informative Links:

Hier können Sie einen Online-Test machen, der Ihnen vielleicht etwas helfen kann.

Facebook Panikattacken

Barry auf About.me

Youtube Channel über Angst und Panikattacken